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Eindrucksvolle Abbildungen erwecken die Geschichte Penzlins auf besondere Weise zu neuem Leben und entführen uns in die kulturelle und architektonische Vergangenheit der Stadt. Sie spiegelt sich in Gebäuden, ihren Fassaden, umgebender Landschaft und in Veränderungen, die oft erst nach Jahrzehnten sichtbar werden.
Ganz in Schwarz gehalten, das Wappen demonstrativ in der Mitte und der Titel im angedeuteten Goldton — so präsentiert sich der Schutzumschlag des Bildbandes mit historischen Ansichten aus dem mecklenburgischen Penzlin. Erstmalig wird auf 96 Seiten eine Auswahl zum Teil seltener Abbildungen Penzlins gezeigt, überwiegend als Ansichtskarten.
Damit werden Bildpostkarten mit topografischen Motiven bezeichnet, die seit den 1870er Jahren hergestellt und seit etwa 1900 zumeist fotografisch illustriert wurden. Häufig sind es Grüße, mit denen bekundet wurde, dass man sich dort und dort befand und wohlauf war — in den damals unsicheren Zeiten wahrlich keine Selbstverständlichkeit.
André Aug sammelt schon viele Jahre Ansichten und Fotodokumente seiner Heimatstadt Penzlin. In aller Kürze erklärt der Autor in seinem Vorwort unter anderem: »Interessante Ansichten meiner Heimatstadt auch für folgende Generationen zu erhalten, ist mein Ansinnen mit der Veröffentlichung historischer Grafiken, Ansichtskarten und Fotos.«
Beginnend mit einem Abriss der Stadtgeschichte gliedert der Autor die abgebildeten Ansichtskarten und Fotos in verschiedene Themengebiete: »Am See« — hier luden beispielsweise in der Vergangenheit das Hotel »Seehof« und das Ausflugslokal »Englischer Garten« Bürger und Gäste ein und gepflegte Promenaden führten am See entlang. Weitere Themen beinhalten Aufnahmen vom Krankenhaus und Fürstendenkmal, von der Alten und Neuen Burg, dem Bahnhof, dem Rathaus mit Marktplatz und der Stadtkirche St. Marien.
Einige Ansichtskarten zeigen aber auch das vielfältige kulturelle und gesellschaftliche Leben in Penzlin zwischen 1900 und 1942, so den Aufmarsch der Penzliner Schützenzunft vor dem Rathaus um 1900 und den legendären Penzliner Motorradverein in den 1920er Jahren. Interessant für den Betrachter werden ebenfalls die sogenannten Junkers-Luftaufnahmen vom Ende der 30er Jahre des vorigen Jahrhunderts sein. Der Bildband endet mit einer kleinen Auswahl von »Gruß aus Penzlin«-Karten, die nur auf der Bildseite beschrieben werden durften, denn bis zum Jahre 1905 war die Rückseite der Anschrift vorbehalten.
Leider ist keine der hier abgebildeten Karten beschrieben — eigentlich schade, ein wenig Schmunzeln hätte dem Leser sicher gut gefallen.
Ohne Wenn und Aber, dem Mecklenburger Buchverlag in Neubrandenburg ist es gelungen, einen qualitativ ansprechenden historischen Bildband auf den Markt zu bringen. Hervorzuheben sind die gute Druckqualität und das dem Inhalt entgegenkommende Layout.
Alles in allem ein Buch, dass es verdient hat, einen breiten Zuspruch zu finden.
Wolfgang Fuhrmann
Mit diesem Bildband wird eine Vielzahl heute selten gewordenen Bildmaterials dem historisch interessierten Publikum zugänglich gemacht.
Wie schnell wird aus Gegenwart Vergangenheit. Erinnerungen färben sich subjektiv und verblassen im Laufe der Zeit oder sie gehen gar verloren.
Trotz des fast 750-jährigen Bestehens der Stadt Penzlin sind nur wenige historische Unterlagen, Dokumente und Ansichten erhalten geblieben. Diese gilt es zu sichern.
In umfangreichem Maße zerstörten Brände, die in Penzlin wüteten, viele Häuser und damit nicht nur architektonische Zeugnisse vergangener Zeiten. Die Penzliner verdanken einen großen Teil ihres Wissens zur Stadtgeschichte dem Chronisten Eduard Danneil (1806-1878). Aus seiner Feder stammt die bis heute wohl bedeutendste und umfangreichste Chronik. Siegfried Heuer, ehemaliger Schuldirektor in Penzlin, hatte diese aufgegriffen und ergänzt. Beide erforschten und überlieferten wichtige, interessante und auch humorvolle Ereignisse. Dennoch stand bisher sehr wenig Bildmaterial zur Verfügung.
Eine objektive Grundlage zu schaffen, wunderschöne und interessante Ansichten meiner Heimatstadt auch für folgende Generationen zu erhalten, ist mein Ansinnen mit der Veröffentlichung historischer Grafiken, Ansichtskarten und Fotos.
Ich möchte Sie, liebe Leser und Betrachter, einladen, eine Zeitreise in ein Penzlin vor etwa 100 Jahren zu wagen. Sollte irgendwo in einem „Nähkästchen“ weiteres Bildmaterial schlummern, können Sie gern dazu beitragen, einen weiteren Bildband zu füllen, und es den jüngeren und älteren Penzlinern, aber auch Besuchern, Touristen sowie Historikern ermöglichen, sich ein genaueres Bild vom "alten" Penzlin zu verschaffen.
André Aug
Der Autor André Aug ist eng mit seiner Heimatstadt Penzlin und ihrer Geschichte vertraut.
Seit mehr als zehn Jahren hat er umfangreiches historisches Material zur Stadt und der Region zusammengetragen. Mit diesem Bildband wird die umfangreiche Sammlung der Öffentlichkeit präsentiert.
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